"Adventure Race" – ein echtes Abenteuer

 

Triathlon der besonderen Art forderte am Samstag 130 begeisterte Sportler am Pockinger Naturfreibad heraus

 

Schwimmen, Radfahren, Laufen – das sind die klassischen Disziplinen bei einem Triathlon. Das ist, so könnte man meinen, anstrengend und anspruchsvoll genug, das fordert sowohl die Teilnehmer als auch die Organisatoren ohnehin schon ordentlich. Aber drei Disziplinen, das reicht den 13 Oberstufenschülern des P-Seminars des Pockinger Wilhelm-Diess-Gymnasiums noch lange nicht. Nein, sie haben am Wochenende auf dem Gelände des Naturfreibads ein "Adventure Race" organisiert.

Quasi einen herkömmlichen Triathlon – erweitert um eine zusätzliche Disziplin: einen raffiniert zusammengestellten Hindernisparcours mit dem kryptischen Titel "Mystery Challenge". Na ja, so richtig mystisch war die Veranstaltung eigentlich nicht. Aber etwas anderes war das "Adventure Race" auf alle Fälle: ein echtes Abenteuer, eine sportliche Herausforderung, ein großer Spaß für die Teilnehmer. Und für die Organisatoren des Gymnasiums ein Erfolg auf ganzer Linie. Da hat sich für die Athleten das Training im Vorfeld gelohnt und für die Veranstalter der Organisationsaufwand. Und auch die vielen Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen.

Hochmotiviert traten dann am Samstagnachmittag etwa 130 begeisterte Sportler an – gegeneinander und gegen die Uhr. So mancher hatte eine Anreise von bis zu 400 Kilometern in Kauf genommen, um beim Pockinger "Adventure Race" mit dabei sein zu können. Das zeigt: Die Veranstaltung hat sich etabliert. Bereits zum dritten Mal nämlich wurden ein Teil der Liegewiese des Naturfreibads und der See selbst zum Wettkampfort. Schon im Vorfeld zeigt sich der Leiter des für die Organisation verantwortlichen Projekt-Seminars, Philipp Vetter, stolz: "Besonders freut es uns, dass sich auch immer mehr sportbegeisterte Jugendliche anmelden. Unser Ziel ist es, eine sportliche Veranstaltung mit möglichst niedrigen Startgebühren zu veranstalten, damit jeder dran teilnehmen kann."

Ein Konzept, das aufging. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Um 14.30 fiel der Startschuss für die Kinder (bis 13 Jahre) und eine Stunde darauf ging es für die Jugendlichen und Erwachsenen (ab Jahrgang 2003 und älter) los. Die Kleinen hatten einen Hindernislauf sowie sechs Kilometer mit dem Rad und einen Kilometer in den Laufschuhen zu bewältigen, bei den Älteren folgten nach 300 Metern Schwimmen im Naturfreibad elf Kilometer Radfahren und ein Drei-Kilometer-Lauf. Nicht nur die Disziplinen waren eine Herausforderung, sondern auch das Wetter: Bei knapp 30 Grad und später einsetzendem Regen wurden die Bedingungen noch einmal erschwert.
Ach ja, und dann gab es da ja auch noch die vierte Disziplin. Jeder Teilnehmer hatte die zum Schluss zu absolvieren. Das "Mystery Event" bestand aus einem Parcours, bei dem Balken, Reifen und Hürden auf die Athleten warteten. "Besonders stolz", so Mitorganisatorin Marlene Pawlitschko, "sind wir auf unsere Heuballenpyramide, die wir extra anfertigen haben lassen".

Besonders spannend ging es übrigens wieder bei dem Duell Schüler- gegen Lehrerstaffel zu. Schlussendlich mussten sich aber Erik Foris, Louis Krätzschmar und Simon Venus gegen ihre Lehrer Tobias Kriegl, Philipp Vetter und Dominik Beer, die mit einer Gesamtzeit von 35 Minuten den ersten Platz belegten, geschlagen geben. Am Ende war es aber weniger die Position auf dem Siegertreppchen, die zählt, sondern vielmehr der Spaß am Event, das auch dieses Mal ohne größere Zwischenfälle über die Bühne ging, wie auch Markus Wamprechtshammer (27) meint: "Ich bin jetzt schon das zweite Mal dabei und finde es super, was die Schüler da organisieren." Dem konnte stellvertretende Schulleiterin Hedi Maskos nur zustimmen: "Die Schüler wie auch Philipp Vetter stecken in dieses Projekt unglaublich viel Freizeit, da ist es schön zu sehen, dass alles so reibungslos abläuft und der Triathlon immer wieder aufs Neue gut ankommt. Nicht zu vergessen sind auch die Mitschüler der Q11, die als helfende Hände dem Organisationsteam unter die Arme greifen. " Für den Triathlon im nächsten Jahr stehen schon wieder neue Organisatoren bereit – sicher auch wieder mit neuen mystischen und abenteuerlichen Ideen.
11.07.2017 / Viviane Blum

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aktualisiert: 18.07.2017