„Rubak" - Mystisches Stück mit Witz

Gymnasiasten mit Wahlfach „Theater" überzeugen als Darsteller

 

Die Zuschauer in der nun lichttechnisch neu ausgerüsteten Aula des Pockinger Wilhelm-Diess-Gymnasiums durften sich auf eine spritzige Umsetzung rund um den Jungen „Krabat" freuen. Acht Darsteller aus dem Wahlfach „Theater" haben sich im laufenden Schuljahr mit diesem Stoff auseinandergesetzt, ihn verändert, Passagen neu gestaltet und die altbekannte sorbische Legende aufführungsreif gemacht.


Dadurch entstand unter der Spielleitung von Elke Scherling ihr eigenes Stück mit Titel „Rubak" (sorbisch für „Raben"), das die elf- bis fünfzehnjährigen Schüler mit sehr viel Spielfreude und hervorragender schauspielerischer Leistung darboten.
In einer geheimnisvollen Mühle herrscht ein Meister, der über magische Kräfte verfügt. Diese Rolle wurde brillant dominierend von Matilda Kessler umgesetzt. In der schwarzen Mühle wird sechs Müllersburschen das „Müllern" und „alles andere" gelernt. Zu ihnen stößt der unbedarfte Krabat, der mit großem körperlichen Einsatz und Verve sowohl von Ria Yu als auch von Moritz Danner gespielt wurde. Doch bald merkt der Junge, dass es auf dieser Lehrstelle nicht mit rechten Dingen zugeht: Ein Mitgeselle verschwindet auf für ihn unerklärliche Weise. Der Auftritt des Gevatters (burschikos-überzeugend dargeboten von Amelie Trautner) bricht die düstere Stimmung durch ein skurriles Ballett von Einhörnern (mit viel Schwung von sechs Spielerinnen aus der Jahrgangsstufe 5 getanzt). Auch eine witzige Marktszene, bei der ein Müllersbursche in einen Ochsen und zurück verwandelt wird, setzte heitere Akzente. Hier wurde einer der Viehhändler von Laura Sumper in recht pfiffiger Weise verkörpert. Die beiden Leidensgenossen Tonda (überzeugend gespielt von Johanna Stadler) und Lobosch (mit viel Gefühl dargeboten von Miriam


Schütte), klären den verstörten Jungen über die seltsamen Vorgänge auf der Mühle auf und deuten ihm auch einen rettenden Ausweg: Die geliebte Kantorka (frisch und bravourös gespielt von Hannah Sommer) kann ihn durch eine lebensgefährliche Probe retten. Sie erkennt ihren Burschen Krabat aus der zu Raben verwandelten Müllersburschen-Schar. In dieser mit höchster Spannung dargebotenen Szene kommt die Eigenproduktion zu einem glücklichen Ende.


Unterstützt durch die neu angeschaffte Lichttechnik, gelang es eindrucksvolle Stimmungs- und Raumsituationen zu erzeugen. Der Siebtklässler Johannes Schmelz hat sich der technischen Ausführung mit großer Begeisterung angenommen.
Die Zuschauer zeigten sich tief beeindruckt von der ideenreichen Inszenierung, der Leichtigkeit des gezeigten Spiels und den magisch anmutenden Bildern.

Dr. A. Scherling

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aktualisiert: 30.05.2017