Religionsunterricht am Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking

"Mich interessiert alles sehr, was mit dem Christentum zu tun hat. Von daher ist für mich der Religionsunterricht ein wesentlicher Bestandteil der Schule."

"Ich bin nicht getauft. Aber irgend so ein Fach muss man ja machen. Mal sehen!"

"Ich bin eine überzeugte Christin. Für mich ist der Religionsunterricht oft zu kritisch oder zu neutral zum Christentum."

"Eine Festlegung meines religiösen Horizonts auf das Christentum kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich habe mich vom Religionsunterricht abgemeldet."

"Ich lehne jede Beeinflussung in religiösen Dingen ab. Meine Religion bestimme ich selbst. Hinduismus interessiert mich, Konfuzius auch, doch nicht nur Jesus - ich bin ein philosophischer Mensch!"

Schon diese wenigen Äußerungen vermitteln einen Eindruck von dem Spannungsfeld, in dem das Fach Katholische Religionslehre heute steht, welchen Pluralismus an Erwartungen es bedienen muss, wenn es denn ein Fach für alle sein und bleiben will. Es müsste wie ein großer Markt sein mit einem breiten, bunten Angebot, von dem jeder nehmen darf, was er gerade braucht oder wonach ihm gerade der Sinn steht.

Deutschland ist als Ganzes kein christliches Land mehr, das gilt auch für Bayern. Man mag das bedauern und Vergangenem hinterherjammern - es ist so. Die Grundlagenkrise der modernen Kultur hat die Religion, die Kirche, das Christentum aus der Allgegenwart an den Rand gedrängt und zu einer Größe neben anderen gemacht. Das Christentum ist kein einigendes Band unserer Kultur mehr.

weiter...


 

© WDG - Pocking

aktualisiert: 02.11.2016