In fünf Tagen über die Alpen – mit dem Mountainbike (PNP vom 18.08.2017) von Julia Berner


Foto: "A riesen Gaudi" war die Alpenüberquerung, da sind sich die Seminarschüler einig und grinsen vor dem Gardasee in die Linse.

Es ist geschafft. Und alle sind sie froh, das Abenteuer gesund und gut gelaunt gemeistert zu haben. Denn es war anstrengend. Und doch war es ein unvergessliches Erlebnis, das ihre Gemeinschaft noch stärker zusammengeschweißt hat. Sieben Schüler des Pockinger Wilhelm-Diess-Gymnasiums haben zusammen mit drei Lehrern und zwei Betreuern in fünf Tagen die Alpen mit dem Mountainbike überquert – und damit auch noch Gutes getan.

Gepäck und Verpflegung in zwei VW-Bussen verstaut

Im vergangenen Schuljahr wurde am Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking das Projekt-Seminar "Alpencross" angeboten. Dahinter verbarg sich der Wunsch des Seminarleiters Tobias Kriegl, einmal zusammen mit seinen Schülern die Alpen mit dem Mountainbike zu überqueren und dabei auch noch Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Nachdem die Oberstufenschüler nun das ganze Schuljahr über viel geplant, organisiert und auf ihr Projekt aufmerksam gemacht hatten, konnte es endlich mit der fünftägigen Alpenüberquerung vom Walchsee bis Riva losgehen. Mit dabei waren neben Seminarleiter Tobias Kriegl und seinen sieben Schülerinnen und Schülern, die Pockinger Lehrkräfte Tanja Prem und Philipp Vetter, der Mountainbike-Guide Felix Löhr und der erfahrene Pockinger Übungsleiter Raimund Klein.
Während der ganzen Überquerung standen den Mountainbikern zwei begleitende VW-Busse zur Verfügung, mit denen sie zum Startpunkt der Überquerung gebracht wurden und in denen über die sechs Reisetage ihr Gepäck und die Verpflegung verstaut waren.
Nachdem die beiden Busse die zwölf motivierten Mountainbiker nach Walchsee in Tirol gebracht hatten, konnte die Überquerung endlich beginnen: MTB-Guide Felix Löhr führte die Radler bei optimalen Wetterbedingungen zunächst am Inn entlang, dann ins Zillertal bis Mayrhofen. Ihren ersten Stopp legten sie in Tux ein, ehe sie sich am nächsten Tag Richtung Pfitscherjoch aufmachten. Pausiert wurde am Schlegeisstausee, wo die Mountainbiker mit einer warmen Mahlzeit von Tanja Prem versorgt wurden. Gegen Nachmittag hatten sie das Pfitscherjoch auf 2246 Meter Höhe erklommen. Nach der rasanten Abfahrt erreichten sie in Sterzing in Südtirol ihr zweites Tagesziel.
Am dritten Tag der Überquerung überwand die Gruppe bei leicht bewölktem Himmel bereits am Vormittag 1100 Höhenmeter in Richtung Lana. Um ihr Tagesziel zu erreichen, bezwangen die zwölf Mountainbiker in Lana einen zusätzlichen kräfteraubenden Schlussanstieg nach Völlan, wo sie die Nacht verbrachten. Am nächsten Tag musste die geplante Route auf Grund der schlechten Wetterprognose mit hoher Regenwahrscheinlichkeit insofern geändert werden, dass der Rabbijoch über den Gampenpass auf der Straße umfahren wurde. Trotz strömendem Regen erreichte die Gruppe am späten Nachmittag Madonna di Campiglio über Male und Dimaro. An diesem Tag bezwang die Gruppe trotz der außerplanmäßigen Umfahrung die "Königsetappe" mit 2400 Höhenmetern.
Am darauf folgenden Tag machte sich die Gruppe voller Vorfreude in Richtung Gardasee auf. Über ihr letztes Zwischenziel, den Tennosee, wo Tanja Prem ein Picknick für die Radler vorbereitet hatte, ging es bergab in Richtung Riva an den Gardasee. Dort fielen sich die erschöpften, aber überglücklichen Mountainbiker in die Arme und schossen unzählige Erinnerungsfotos am Ziel. Nach dem Abendessen und einem kurzen Spaziergang entlang des Gardasees ging es gleich wieder zurück mit den VW-Bussen in Richtung Heimat. Spät in der Nacht erreichten sie müde, glücklich und unverletzt Pocking.
"Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis für uns alle! Diese physische und psychische Grenzerfahrung hat uns alle sehr eng zusammengeschweißt", stellt Julius Strangmüller nach der Ankunft in Pocking fest. "Der Zusammenhalt meiner Gruppe hat mich sehr begeistert. Meine Schüler haben Ausdauer, Hilfsbereitschaft und Kameradschaft bewiesen", lobt Projektleiter Tobias Kriegl seine Schüler.

Unterstützung für Aktion "Strampeln für Strampler"

Mit ihrer Alpenüberquerung und mehreren Verkaufsständen auf diversen sportlichen Veranstaltungen haben die Schüler um Tobias Kriegl Spendengelder für die Aktion des Passauer Kinderklinikums "Strampeln für Strampler" gesammelt. Wer die Aktion der Pockinger Gymnasiasten und das Spendenprojekt des Klinikums Dritter Orden unterstützen möchte, findet alle wichtigen Informationen auf der Internetseite des P-Seminars "Alpencross": www.wdgroadtotransalp.wordpress.com.

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aktualisiert: 30.10.2016