7. Klassen des Wilhelm-Diess-Gymnasiums Pocking im Bibelmuseum Bayern in Nürnberg

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Die 7. Klassen werden von Museumspädagogin Hanna Buhl (2.v.l.) und Museumsleiterin Astrid Seichter (3. v. l.) im Bibelgarten des Innenhofes des neu eröffneten Bibelmuseums Bayern in Nürnberg empfangen.

Die 7. Jahrgangsstufe des Wilhelm-Diess-Gymnasiums hat sich nach Nürnberg auf gemacht. Im neu eröffneten Bibelmuseum Bayern in der Nürnberger Innenstadt im St. Lorenzer Pfarrhof erkundeten die 80 Schülerinnen und Schüler 2000 Jahre Bibelgeschichte in 4000 Jahren Kulturgeschichte. Vom Rollsiegel aus babylonischen Zeiten bis zur Lutherbibel heute war alles greifbar nahe. Insbesondere die Stationen zum An- und Begreifen fanden großes Interesse. Mit dem Rollsiegel im Magicsand die ältesten Botschaften der Menschheit zu schreiben, oder mit gespitztem Rohr hebräische und griechischen Bibeltexte auf Papyrus und Pergament kaligrafisch zu gestalten – es war ein dicht gefülltes Programm. „Wie die Worte in die Bibel kamen“ wurde dabei genauso beantwortet, wie die Frage, ob die Bibel vom Himmel gefallen sei. Das Konzept des herausragend durchdachten und wissenschaftlich exzellent betreuten Museums zeigt den Weg der ersten religiösen Mitteilungen der Menschheit bis zur Faszination der Bibel heute auf. Dabei kommt auch der Bezug zum Koran genau so wenig zu kurz, wie die reichhaltige Geschichte der Erfindung des Papiers, der Buchdrucks oder auch der handgeschriebenen Folianten – alles war zum Angreifen und selbst Blättern und Ausprobieren da. „Je mehr unsere Museumsbesucher selbst machen dürfen, umso mehr steigt das Interesse“, diese Philosophie des wissenschaftlichen Museumskurats Sven Lichtenecker ist voll aufgegangen. Exkursionsbetreuer Stephan Wrana freut sich, dass sich die Mühen der Stationenplanung gelohnt hatten und von den Schülerinnen und Schülern auch bei hochsommerlichen Temperaturen wertgeschätzt wurden. „Die organisatorische und thematische Zusammenarbeit mit dem aufgeschlossenen und hoch motivierten Museumsteam war sehr fruchtbar“, ist sich der Religionslehrer Stephan Wrana sicher.

Stephan Wrana