„Alltagskompetenzen – Schule für’s Leben!“

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Das WDG Pocking setzt dieses neue Lehrplankonzept mit dem Besuch verschiedener landwirtschaftlicher Betriebe mit den 5. Klassen in die Praxis um

Dabei stehen die Handlungsfelder Ernährung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten und Umweltverhalten und auch Gesundheit an erster Stelle.

Einen Eindruck über die Biodiversität bei gleichzeitiger Produktion unterschiedlichster Nahrungsmittel in einem ökologisch arbeitenden Gartenbau- und Ackerbaubetrieb konnten die Klassen 5b und 5c beim Rundgang durch den Reisnerhof der Familie Haspelhuber / Mendler in der Gemeinde Kirchham gewinnen.

Wie vielfältig und schmackhaft die Ernährung mit regional und saisonal erzeugten Bio-Produkten sein kann, realisierte der bzw. die eine oder andere wohl erstmals bei der abschließenden Verkostung des liebevoll angerichteten Gemüses mit Butterbroten und Kräutern.

Eine ähnliche Erfahrung machten die Klassen 5a, d und e einen Tag später beim Milchwirtschaftsbetrieb der Familie Frankenberger und beim Rindermastbetrieb der Familie Osterholzer in Aufhausen, wobei regional erzeugte Milchprodukte probiert werden konnten.

Wichtig für die Kinder war die Erkenntnis, woher das Stück Fleisch, die daraus hergestellte Wurst, die Milch, der Joghurt – ganz allgemein die tierischen Produkte und auch Getreide, Obst und Gemüse kommen. Wie werden sie produziert? Wieviel Arbeit, Engagement und auch Technologie steckt dahinter, damit Nahrungsmittel mit Rücksicht auf die Natur und das Tierwohl erzeugt werden können?

Gerade in der heutigen Zeit, in der die bis dato scheinbar selbstverständliche Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln und Energie hinterfragt werden muss, ist der Weg zu außerschulischen Lernorten unverzichtbar, zumal auch die Kombination von Nahrungsmittelproduktion und Erzeugung regenerativer Energie mittels Biogasanlagen thematisiert werden konnte.

R. Scheuer, StDin