Wissenschaftswoche am Pockinger Gymnasium: Recherchieren – Fakten checken – Präsentieren

WiWo-2026

11. Klassen beschäftigen sich intensiv mit dem Klimawandel

85 Oberstufenschüler aus den 11. Klassen nahmen am Pockinger Gymnasium an der  Wissenschaftswoche teil. Dabei wird zu einem vorgegebene Rahmenthema eine Woche gründlich recherchiert, nachgefragt, gecheckt und überzeugend ein Ergebnis vertreten. Eingeläutet wurde die Wissenschaftswoche mit einem Impulsvortrag von Professor Michael Sterner an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg zum Thema „So retten wir das Klima“. Der versierte Ingenieur und Forscher für Energiespeicher erklärte fundiert Lösungen für die Bewältigung der Klimakrise. „Der Klimawandel lässt sich nicht verhandeln und steht nicht im Terminkalender, er kommt unaufhaltsam“, erklärte er seinem jungen Publikum. „Was braucht ihr dringend zum Leben?“ Diese Frage stellte der Forscher den Oberstufenschülern, um sie in ein Szenario für die nächsten 150 Jahre zu führen. Nachdem die Atemluft das kostbarste Gut ist, das wir zum Überleben brauchen, wird allen die Dringlichkeit klar, jetzt mit Schritten des Gegensteuerns zu beginnen. Zurück in der Schule begannen die Schüler in Workshops unter fachkundiger Anleitung, ihre Erkenntnisse als Podcast, Videoclip oder argumentativ als Redebeitrag überzeugend, emotional fesselnd und auf den Punkt gebracht zu bündeln. Zusammen mit Social-MediaExpertin Olivia Ulbing-Sommeregger von der Cross-Media-Agentur „oha“ entwickelten sie Online-Kampagnen, um mit hoher Reichweite die Botschaft zu verbreiten. In kürzester Zeit erreichten die Videoclips 10 000-fache Klicks zur Freude des engagierten Workshops. Filmproduzentin Antje Drinnenberg betreute die Filmgruppe, die mit elektrisierenden Filmbeiträgen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machte. Der Film „Breathe – wenn die Luft wegbleibt“ entführt in das Jahr 2167 und greift damit exakt das Szenario auf, das beim Einführungsvortrag Prof. Sterner angesprochen hatte. Mit Mediencoach Helmut Göb wurden professionelle Statements trainiert, um am Ende in einer überzeugenden Debatte zu klimagerechtem Verhalten aufzurufen. Medientrainer Gunther Schnatmann analysierte nicht nur den Vortrag von Prof. Sterner in Regensburg, sondern brachte die Schüler auch dazu, selbst einen Wissenschaftsvortrag anschaulich, mitreißend und emotional vorzutragen. Der BR-Studioleiter Lui Knoll setzte bei den Podcasts mit den Schülern auf Interviews, Erklärungen, Musik und viele unterschiedliche akustische Mittel, um anschauliche und hörenswerte Tonbeiträge zu erstellen. Am Ende war das von Prof. Sterner vorgegebene Ziel erreicht: „Jedes Kind soll beim Schulabschluss wissen, was es zum Schutz des Klimas und der Erde beitragen kann!“ Diesen Appell richtete auch Schulleiter Stefan Stadler am Präsentationstag an die Schülerinnen und Schüler. „Ihr habt eine Woche gearbeitet, ihr habt nachgefragt und ihr habt eifrig produziert – eure Ergebnisse beeindrucken“, lobte er die 11. Jahrgangsstufe. Ein positives Fazit zog auch Stephan Wrana: „Alle waren eine Woche engagiert dabei und alle Ergebnisse können sich sehen lassen“. Wichtiger sei aber, dass die Wege zur Klimaneutralität nicht abstrakt blieben, sondern sich die Erkenntnis durchsetze, dass jeder und jede einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Die 17-jährige Teresa bedankte sich am Ende bei Referenten und Lehrkräften: „Wir haben viel gelernt und es hat trotz der vielen Arbeit Spaß gemacht!“

(PNP vom 11.04.2026)