Pockinger Gymnasiasten entdecken Berlin
Zum Schuljahresende begaben sich 86 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Wilhelm-Diess-Gymnasiums auf eine fünftägige Studienfahrt nach Berlin. Unter Leitung von OStR Markus Aicher erkundeten die Jugendlichen eine Vielzahl bedeutender Orte, die Berlin ausmachen, sowohl im politischen als auch im historischen und kulturellen Kontext.
Ein fester Programmpunkt war der Besuch des Deutschen Bundestags. Auf der Besuchertribüne erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Aufgaben und die Arbeitsweise des Parlaments. Anschließend führte der Rundgang auf die Glaskuppel des Reichstagsgebäudes, von der sich ein weiter Blick über das Regierungsviertel und darüber hinaus bot. Auch im Bundesrat konnten die Jugendlichen Politik hautnah erleben. In einem interaktiven Planspiel schlüpften sie in die Rollen von Ländervertreterinnen und -vertretern und brachten selbst einen Gesetzentwurf auf den Weg.
Neben der aktuellen Politik stand vor allem die bewegte Geschichte Berlins im Fokus: In der Ausstellung Topographie des Terrors setzten sich die Jugendlichen mit der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur auseinander. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen beleuchtete das Repressionssystem der DDR, während an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße das Schicksal der geteilten Stadt greifbar wurde. Ein weiterer geschichtsträchtiger Ort war der ehemalige Flughafen Tempelhof. Bei einer Führung über das weitläufige Gelände erfuhren die Schülerinnen und Schüler nicht nur Details zur bewegten Geschichte des Flughafens, sondern auch zur Berliner Luftbrücke in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg.
Abseits der ernsten Themen kam auch der kulturelle Aspekt nicht zu kurz: Eine Stadt-Rallye führte die Gruppen vom Alexanderplatz über die Museumsinsel bis zum Brandenburger Tor und bot Gelegenheit, Berlin selbstständig zu entdecken und fotografisch festzuhalten. Am Abend bot das Monbijou-Theater mit einer modernen Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ gute Unterhaltung. Abgerundet wurde das abwechslungsreiche Programm durch Besuche u.a. der Eastside Gallery oder des interaktiven Deutschlandmuseums auf dem Potsdamer Platz. In ihrer Freizeit konnten die Jugendlichen, Berlin auf eigene Faust erkunden, sei es beim Bummeln oder hinsichtlich Kulinarik, ob Berliner Currywurst und Döner ihrem guten Ruf tatsächlich gerecht werden.
Die Studienfahrt bot den Jugendlichen vielfältige Einblicke in Politik, Geschichte und Kultur und stärkte zugleich den Zusammenhalt der Jahrgangsstufe. Ermöglicht wurde sie auch durch die finanzielle Unterstützung des Elternbeirats, dem dafür ein besonderer Dank gilt.
(PNP vom 05.08.2026)
