Gymnasiasten erleben 400 Jahre Reformationsgeschichte

Ortenburg_31-07-2026

8. Klassen auf Exkursion in Ortenburg

Der Exkursionstag zum Schuljahresende führte die 8. Klassen des WDGs nach Ortenburg. 400 Jahre Glaubensmigration von Österreich nach Ortenburg konnten dort anschaulich vermittelt erlebt werden. Auf der Basis der neuesten Forschungsergebnisse der umtriebigen Expertin Inge Schlögel wurde die evangelische Enklave im ehemaligen Fürstbistum Passau erkundet. Marktkirche, Kantorenhaus, eine Kreativstation im evangelischen Gemeindehaus und das Schloss waren die Stationen auf dem historischen Lehrpfad, die unter der Leitung der Schulseelsorgerin am Pockinger Gymnasium, Pfarrerin Marion Hegwein, in den Blick genommen wurden. Besonders die Ortenburger Lutherbibel, der Abendmahlskelch von Graf Joachim, die Schlosskapelle und der Weg der Bibelschmuggler von Österreich nach Ortenburg weckten das Interesse der knapp 90 Schülerinnen und Schüler. „Warum werden Bibeln geschmuggelt?“, „Was führt zu Luthers Reformation?“ und „Wie kommt die Reformation nach Ortenburg?“ waren nur einige rätselhafte Fragen, die in Ortenburg gelöst werden konnten. Elisabeth Vordermaier führte engagiert im Evangelischen Museum zu ausgewählten geschichtlichen Schwerpunkten. Religionsgeschichtler Stefan Kamper und Inge Schlögel legten die Grundlagen für die Reformation anhand der Schlossgeschichte dar. In der Marktkirche entdeckten die jungen Geschichtsforscher anhand der Baugeschichte schrittweise die zunehmende Verselbstständigung der Grafschaft gegenüber dem Passauer Fürstbischof. Wie im Brennglas lassen sich auf dem Reformationsweg in Ortenburg 400 Jahre Reformationsgeschichte erleben.

(PNP vom 19.08.2026)