Neun Tage zwischen Pinienwald und Atlantikwellen
Für 23 Schülerinnen und 2 Schüler der Q12 des Wilhelm-Diess-Gymnasiums ging es im Rahmen ihrer Studienfahrt nach Cap de l’Homy an der französischen Atlantikküste, ca. 100 Kilometer südlich von Bordeaux. Dort wartete eine Herausforderung, die für fast alle völliges Neuland bedeutete: das Wellenreiten. Organisiert hat die Fahrt StR Daniel Schiermeier.
Nach einer langen Busfahrt, die dank der guten Stimmung in der Gruppe letztlich deutlich schneller verging als erwartet, bezogen die Schülerinnen und Schüler ihre komfortablen Zelte auf einem idyllischen Campingplatz im Pinienwald. Zwischen hohen Bäumen, Hängematten und sandigen Wegen entstand schnell eine entspannte Atmosphäre. Außerdem meinte es auch das Wetter gut mit der Gruppe: Die Sonne schien nahezu durchgehend und bescherte ab und zu auch hochsommerliche Temperaturen.
Das eigentliche Abenteuer begann mit dem Surfkurs. Vier erfahrene Surflehrer kümmerten sich intensiv um die Gruppe und führten die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt an den Sport heran. Zunächst wurde an Land geübt: die richtige Position auf dem Board, das Anpaddeln und vor allem das schnelle und kontrollierte Aufstehen. Was in der Theorie einfach aussieht, verlangt in der Praxis einiges an Koordination. Nach zahlreichen Trockenübungen folgte schließlich der Sprung ins kalte Nass.
In den Weißwasserwellen konnten die Schülerinnen und Schüler das Gelernte unmittelbar ausprobieren. Manche Versuche endeten zunächst mit einem unfreiwilligen Bad, doch jeder erfolgreiche Ritt sorgte für umso größere Freude. Die Surflehrer beobachteten die Fortschritte genau, gaben Tipps und halfen u.a. mit Videoanalyse dabei, die Bewegungsabläufe immer weiter zu verbessern. Auch die drei begleitenden Lehrkräfte wagten sich selbst auf die Boards.
Der Lernstoff beschränkte sich dabei keineswegs auf das Surfen. In den Theorieeinheiten wurde untersucht, wie Wellen entstehen, welche Rolle Wind, Strömungen und Gezeiten spielen und welche physikalischen Kräfte beim Surfen wirken. Auch das Klima und ökologische Fragen rund um den Atlantik kamen zur Sprache.
Nach den Surfkursen nutzten viele die Zeit zum Entspannen. Armbändchen wurden geknüpft, Henna-Tattoos gestaltet und bei Beachvolleyball und Spikeball wurde um Punkte gekämpft. Wer es ruhiger angehen wollte, zog sich mit einem Buch in eine Hängematte oder in den Pinienwald zurück. Das gute Essen und die harmonische Stimmung im Camp trugen zusätzlich dazu bei, dass sich die Gruppe jederzeit wohlfühlte. Abends gab es Gelegenheit, den normalerweise recht verschlafenen französischen Urlaubsort neu kennenzulernen. Bei einer Disco-Nacht auf der nahegelegenen Meile wurde gemeinsam gefeiert, und die Schülerinnen und Schüler konnten dabei auch lokale Gerichte ausprobieren.
Am Ende stand nicht nur die Erkenntnis, wie man auf einem Surfbrett steht, sondern auch wie schützenswert das sensible Ökosystem Meer/Küste ist. Mit Zinkcreme im Gesicht, Salz in den Haaren und um viele Eindrücke reicher ging es schließlich wieder zurück in die niederbayerische Heimat. Ein besonderer Dank gilt dem Elternbeirat, der die Fahrt finanziell unterstützt hat.
(PNP vom 30.08.2026)
